DIE GESCHICHTE BAMBERGS DURCH DIE JAHRHUNDERTE

Start / Frühzeit / Frühmittelalter / Hochmittelalter / Bibliographie / Kontakt

Bambergs Weg durch die Jahrhunderte

Im Jahr 1973 feierten die Bamberger Bürger das tausendjährige Bestehen ihrer Stadt. Doch die Besiedelungsgeschichte des Felssporns an den Ausläufern des Steigerwalds, auf dem der Domberg liegt, reicht bis in die Bronzezeit zurück. Die Entwicklung der Stadt Bamberg von einer kleinen Burg zu einem Zentrum des Ostfränkischen Reiches, bis hin zu einem Fürstbistum möchte ich hier bis in die Neuzeit dokumentieren.
Um dies möglichst objektiv zu tun und damit Sie eine möglichst breite Basis für eigene Forschungen vorfinden, werde ich meine Webseite mit nützlichen Links, Hinweisen zu Literatur und historischen Quellen erweitern. Sollten Sie Anregungen und Tipps für mich haben, zögern sie nicht, mich via Email zu kontaktieren.
Zur älteren Version meiner Webseite ohne Links dafür mit Fehlern behaftet.


Bischof Eberhard II. / König Konrad III. und Friedrich I. / Bischof Hermann II.

Eberhard II. (1146-1172) war seit 1127 Mitglied des Bamberger Domkapitels und wurde im Dezember 1146 von König Konrad III. als neuer Bischof Bambergs eingesetzt. Darauf wurde seine Einsetzung von Papst Eugen III. bestätigt und er geweiht. Der Nachfolger Ottos I. führte dessen Ausbau des Bistums fort und war gleichwohl als wichtiger Ratgeber König Konrads III. in die Reichspolitik eingebunden. Er begleitete den König auf zahlreichen Reisen und richtete mehrere Hoftage in Bamberg aus.

Im Laufe seiner Amtszeit hielt sich Konrad III. Achtmal in Bamberg auf, so feierte er am 20. April 1147 das Osterfest
und am 25. Dezember 1149 das Weihnachtsfest Bamberg.

Noch vor 1150 wurde im Bereich der heutigen Oberen Brücke ein Brückenpfeiler von 15 Metern Länge und 5,80 Metern Breite errichtet. Wahrscheinlich wurde die Brücke von den selben Bauleuten errichtet, die auch die Brücken in Würzburg und Regensburg errichtet hatten. In ihrer Mitte trug sie einen Turm, dessen Reste das Fundament des heutigen Brückenrathauses bilden sollte. Diese Brücke verband die neu entstehende Bürgerstadt zwischen der Langen Gasse und dem Grünen Markt, auf der Insel zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz, mit dem Sandgebiet, dem alten Stadtkern, und dem Domberg.

Vom 2 - 15. Februar 1152 weilte Konrad, wahrscheinlich seinen nahenden Tod erahnend, erneut in Bamberg, um seine Nachfolge zu regeln. Da sein leiblicher Sohn Friedrich zu jung war um die Königswürde zu übernehmen, bestimmte er seinem Neffen Friedrich I. zum Nachfolger. Dieser wurde zum neuen König gewählt.

Am 15. Februar verstarb der König in Bamberg und wurde auf Betreiben des Domkapitels, jedoch gegen seinen und den Willen seiner Angehörigen, im Bamberger Dom neben dem Grab Heinrichs II. beigesetzt. Nach mehreren Umbettungen innerhalb des Kirchenraums befindet sich sein Grab heute in der Krypta der Kathedrale.

An der Wahl Friedrich I. Barbarossa am 4. März 1152 in Frankfurt zum König war Eberhard II. maßgeblich beteiligt. Ebenso wie König Konrad III. nahm auch Friedrich I. des Öfteren die Dienste des Bamberger Bischofs in Anspruch, so um zwischen Papst und Kaiser zu vermitteln.

Trotz der häufigen Abwesenheit der Bischöfe war Bamberg ein großer Umschlagplatz für Holz aus dem Obermaingebiet und oberpfälzisches Eisen geworden. Mit der Aufhebung alle Mainzölle 1156 durch Friedrich I. konnten die Bamberger Kaufleute ihre Stellung im Fernhandel noch ausbauen.

Am 18. Juni 1155 wurde Friedrich, von Papst Hadrian IV. in Rom, zum Kaiser gekrönt.

1157 gründete Eberhard, mit der Unterstützung von Pfalzgräfin Gertrud und der Schwester des Königs Konrad III., das Zisterzienserinnen Kloster St. Martin und . St. Theodor Im Tausch für das 1144 gegründetes Spital für Pilger und Hilfsbedürftige am Kaulberg konnte er von Gertrude die Burg Höchstadt erwerben. Somit besaß das Bamberger Bistum um 1160 zehn Burgen in Franken.

1160 bestätigte der Kaiser dem Bischof seine Grafenrechte im Rangau und gewährte 1163 den Bamberger Händlern weitgehende Zollfreiheiten, wodurch Bamberg seine Stellung als Handelsstandort erheblich ausbauen konnte. Am Ende hatten die Bamberger Kaufleute ähnliche Privilegien wie die Kaufleute Nürnbergs. Durch das Aufblühen des Handels wuchs die Bamberger Bürgerschaft, ebenso wie deren Selbstbewusstsein. Der Ruf nach Unabhängigkeit der Stadt vom Domberg wurde lauter. Deshalb sollte es in den folgenden Jahrhunderten des Öfteren zu offenen Auseinandersetzungen zwischen dem Klerus, der weitreichende Privilegien und Steuerfreiheit genaß, und der Bürgerschaft, die sich von den Immunitäten auf dem Domberg gegängelt fühlten, kommen.

In der Reichspolitik hielt Eberhard II. weiterhin Friedrich Barbarossa die Treue und stellte sich auf dem Konzil zu Pavia, wo über das ausgesprochene Schisma entschieden werden sollte, auf die Seite des Kaisers. Auch bei den Wahlen des Gegenpapstes Viktor IV. (1159-1164) behielt er seine kaisertreue Haltung bei, selbst nachdem Papst Alexander III. ihn und den Kaiser mit dem Kirchenbann belegte hatte.
In den Sechzigerjahren schwand Eberhards Einfluss am Hof Friedrichs und er kümmerte sich mehr ums sein Bistum und um theologische Fragen.

Auf einem Hoftag in Bamberg vom 8 - 24 Juni 1969 lässt Kaiser Friedrich I. seinen 5 jährigen Sohn, den späteren König Heinrich VI. (1165-1197), zum deutschen König wählen.

Im selben Jahr begab sich Eberhard II. auf seine letzte Reise mit Reichsauftrag nach Rom, wo er mit Papst Alexander III. einen Kirchenfrieden aushandeln sollte, doch seine letzte Mission schlug fehl. Eberhard II. verstarb am 17.Juli 1170. Sein Amt übernahm Hermann II. (1170-1177) und führte dieses im Sinne seines Vorgängers for

Links
Hausmann, Friedrich, Eberhard II. in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 226 f. Online-Version

Papst Eugen III. weiht Eberhard II: Regesta Imperii Online, (Abgerufen am 19.03.2020)

Übergabe der Reichsinsignien: Regesta Imperii Online, (Abgerufen am 06.08.2020)

Tod Konrad III.: Regesta Imperii Online, (Abgerufen am 19.03.2020)

Konards Beisetzung in Bamberg: Regesta Imperii Online, (Abgerufen am 19.03.2020)

Einsetzung König HeinrichsRI IV,2,3 n. 1839, in: Regesta Imperii Online,(Abgerufen am 24.08.2020

Die Steinerne Brücke in Regensburg

Steinerne Brücke
Von Hytrion, CC BY-SA 3.0, Link