GESCHICHTE BAMBERGS

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531 Schlacht an der Unstrut
718 Umstrittene Erstnennung
850 Erste Kirche auf dem Domberg
902 Die Bamberger Fehde
964 König Berengar
973 Urkundliche Erstnennung

964. König Berengar II. in Bamberg

Berengar war 925-964 Markgraf von Ivrea und 950-961 König von Italien. Er kam dem Deutschen König und späteren Kaiser Otto I. in die Quere, den Papst Johannes XII. um Hilfe gegen den machthungrigen König gebeten hatte.

Otto zog also nach Italien, wo er Berengar 961 absetzte. In den Jahren 962 bis 963 belagerte er ihn in San Leo und schickte ihn 964 samt Frau und Töchtern nach Bamberg, wo Berengar am 04.04.966 verstarb und sicherlich auf dem Burgfriedhof beigesetzt wurde. Seine Frau Willa aber verbrachte den Rest ihrer Tage in einem Kloster.
Die Babenburg wurde wahrscheinlich deshalb als Verbannungsort gewählt, da sie weit von Italien, aber nah an den Kernlanden der Ottonen lag. Damit die Burg überhaupt als Gefängnis dienen konnte, musste sie zum einen gut befestigt gewesen sein, zum anderen musste sie einem hochgestellten Gefangenen und dessen Frau einen angemessenen Komfort bieten können. Ausreichend Platz für Wachpersonal, Dienstboten und angemessene Wirtschaftsräume sollten vorhanden gewesen sein. Auch eine Kirche oder zumindest Kapelle musste zur Ausstattung gehören, damit die religiösen Bedürfnisse Berengars, aber auch der Burggarnison befriedigt werden konnten.

Es darf also angenommen werden, dass Bamberg doch eine ordentliche Anlage im Machtbereich der Ottonen gewesen sein dürfte.
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